GEDICHTE

Eine Auswahl meiner Gedichte

Herbstgang

Herbstgang   Ich geh in meinem Wald Eicheln fallen…es ist kalt Winter steht schon vor der Tür doch ich geh allein mit mir.   Und ich ging schon so oft hier und ich ging auch schon mit dir in den kalten Eichenwald durch den so oft Sehnsucht hallt.   Nur die Einsamkeit bleibt treu und…

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Babuschka

Babuschka Ihre Hütte ist schief im fernen Ural und ihre Falten sind tief nach vieler Jahr Zahl.   Tascha wurde sie einst genannt doch lange ist´s her sie hat nie viel gekannt.   Sie melkt ihre Kühe und hütet die Zieg´ sie hat ihre Mühe Igor blieb im Krieg.   In gebirgiger Ferne   die…

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Nur Nebel graut

Nur Nebel graut     Ganz still, ganz leise, des Herbsttags Weise, kein Licht, kein Laut, nur Nebel graut.   Ganz klein, allein, ein Menschelein, im Dunst , im Dunst, in Nebels Brunst.   So kalt, so schwer, so trüb und leer, kein Licht, kein Laut, nur Nebel graut …

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Lebensschlüssel

Lebensschlüssel   Was weiß die Flieg´ von Weltenwehen, auf des Rindes Exkrement, sie kann nur bis zum Rüssel sehen und mag was sie erkennt.   In Genügsamkeit und Stagnation, liegt wohl der Lebensschlüssel, Zufriedenheit ist hoher Lohn, der Mensch hat keinen Rüssel …

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Neptuns Wille

Neptuns Wille Runzelige Wellenstirn auf des Fluß´s Gewässer an seiner Furt ein krankes Hirn, hält in der Hand ein Messer.   Ein junges Ding am Boden liegt, die Kleider wüst zerfetzt, der Tod sich fordernd an sie schmiegt, ihr Blick ist wild entsetzt.   Eines Menschen Aug sie sucht, In ihrer letzten Stund, doch über…

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Mottenmann

  Mottenmann     Aus einer Welt ganz nah bei mir, hinter Fensters Scheibe, taucht´ aus dem Dunkel auf ,ein Tier, mit flatterhaftem Leibe.   Sein Schöpfer gab ihm Unverzicht, mit auf den Weg ins Leben, Es gieret ständig hin zum Licht, unbändiges Bestreben.   So sah ich durch den Mottenmann, ein Gleichnis sich erbauen,…

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Der Bettler

Der Bettler   Die Liebe hat sich abgekehrt, mit Augen, kalt und leer, sie hat ihm ihre Tür verwehrt, draus fällt kein Licht mehr her. Die Liebe hat das Paradies und lässt nicht jeden rein, dem Bettler, den sie draußen ließ, muss es die Hölle sein. Dort steht er vor der hohen Tür, gebeugt von…

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Das Bäumelein

Das Bäumelein   Einsam wächst ein Bäumelein aus des Herzens Träumelein, wächst seit Jahr und Tagen, möchte Wurzeln schlagen. Einstens wuchs ein Bäumelein hinein in dieses Träumelein, wollt‘ sich nicht mehr plagen, nach ach, so vielen Tagen. Doch der Herzen Träumelein löst‘ sich auf wie Schäumelein, konnt‘ nicht Früchte tragen, nach ach, so wenig Tagen.…

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Buntes Land

Buntes Land   Buntes Land – auf Blätterwegen, wag ich‘ s kaum den Fuß zu legen, will doch kurz nur hier verweilen, fange Dich mit meinen Zeilen. Grün und gelb und rot und grau, Herbsttheaters grosse Schau, bietet mit die Rundkulisse, nichts, was ich im Saal vermisse. Himmelsgeige einz’ges Lied, füget sich zu Herbstes Fried‘,…

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Mauerblümchen

Mauerblümchen   Unscheinbar und kaum zu sehen, drückt sich´s in die Ecke, wollte schon vorüber gehen, an ihrem grauen Verstecke. Doch ihr Dasein ließ mich halten, mein Blick hatt´sie erhascht, in einer dieser Mauerspalten hat sie mich überrascht. Ihr falbes Köpfchen, staubbeleckt, ließ sie dürstend hängen, durch Spinnenfäden, zugedeckt, musste sie sich drängen. In der…

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Der Eichenbaum

Der Eichenbaum   Auf der Wiese grünem Flor, wächst ein Eichenbaum empor, mit bemooster rauer Rinde, kannte ich ihn schon als Kinde. in der samtenen Natur, steht er dort, ganz holzig stur, seine Krone die ist mächtig und er schüttelt sie bedächtig. wenn die Winde sie zerzausen, die äonisch ihn umbrausen, Wurzeln in die Erd´sich…

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Mit Dir

Mit Dir   Unsere Liebe ist so jung, wie die Morgendämmerung und ich wünsche sie wird alt, wie ein alter Märchenwald, dessen  Blätter leise rauschen, und zärtliche Gedanken tauschen.   Wenn dann einst mein Blättlein fällt und wechselt in die and ´re Welt, dann will ich sagen, es war schön, mit Dir diesen Weg zu…

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Glühwürmchen Liebe

Glühwürmchen Liebe   Glühwürmchen du heller Geist, wie du durch die Nächte reist, stets geputzt ist die Laterne denn du leuchtest flink und gerne.   Mit feinem Sinn, du luminierst, damit den Weg du nicht verlierst, nächtens auf dem Weg nach Haus, wo glühend kommt die Würmin raus.   Lange schon sieht sie dich blinken,…

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Spätsommermorgen

Spätsommermorgen   Rot rollender Morgen über des Waldes Grat, ahnungsvoller Wind in schaudernden Blättern, noch unbemalt in staubigem Grün rauschen sie Abschiedsmelodien, Felder, beraubt ihrer Fülle , warten karg, Kraniche majästieren, bereit dem Sommer zu folgen, trompetend grüßen sie die Ewigkeit und ich wünsche mir Flügel…  

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Früher Schein

Früher Schein   In Baldurens frühem Scheine, erwacht voll Wonne die Natur, der Winter flieht ins Seine, es taktet froh die Lebensuhr.   Hoffnung schwebt im Morgenlicht, das in Erwartung sich ergießt, damit der Bann des alten bricht und frei der Strom des Lebens fließt.   Es spiegeln sich Äonen und Knospen treibt manch´ Herz,…

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Wunder im Herbst

Wunder im Herbst   Es spielt der Wind in bunten Zweigen, die sich scheu dem Herbste neigen, er rüttelt hier, er schüttelt da, Eicheln fallen ,fallera.   Es weht das Blatt vom hohen Baum, in seinen bunten Lebensraum, es wehet hier , es wehet da, Kastanienblätter , kaskada.   Welch ein Wunder in der Mark,…

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Frühling

Frühling   Frohe Zeichen trägt die Luft, die schwanger ist mit frischem Duft, im neuen treibt das Alte fort und bleibet an vergangenem Ort.   Aurorisch spendet Sonne Kraft, Freude grünet zauberhaft, warme Wellen bringen Licht, das in offene Herzen bricht.   Graue Wesen werden bunt, denn die Wahrheit trägt sich kund, im neuen treibt…

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November

November   Im tiefen Wald das Leben sinkt, Aus Bäumen alt und weise, Die Ewigkeit im Nebel schwingt, Novembers Art und Weise.   Der Wind zauset die Eichen leer, Die seiner Rauheit drohen Und ist nun aller Blätter Herr, Die seiner Wildheit flohen.   Es wächst noch mancher grüner Spross, Durch dunkles Moderblatt, November webt…

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